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Digedags werden jetzt vier!

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Digedags-Fan
David Wachsmuth
Telefon:03 31/7 21 48 00
Website:www.marvistamedia.de

Nachwuchs mit 65 Jahren!

Stand: Juni 2019

Nachwuchs mit fast 65 Jahren, das muss man mal schaffen! Da ist es klar, dass sich die Medien darum reißen!

Die kleine Dina hat dabei gute Chancen, Star zu werden und ein riesiges Publikum zu begeistern. Denn Dina ist die Neue, die das Trio um Dig, Dag und Digedag verstärkt. Das passiert nun fast 65 Jahre nachdem Hannes Hegen die Comicfiguren 1955 erstmals in Aktion brachte.

Ritter Runkel im TV
Dabei hat Dina dann gleich eine Menge zu sagen, wie „Vater“ David Wachsmuth prophezeit. Der Werderaner, der schon in Hollywood in Filmstudios tätig war, ist nämlich gerade dabei, die Kult-Figuren ins Fernsehen zu heben: „Als erstes wird eine Serie mit 26 Teilen zu je 22 Minuten entstehen, die wahrscheinlich ab Anfang 2022 im Fernsehen laufen wird. Thema ist die ‚Ritter Runkel’-Serie, die Hannes Hegen 1964 begann“, erklärt er.

6,5 Millionen gesucht!
Für dieses Millionen-Projekt hat der comicbegeisterte Familienvater mit zwei Kindern eine neue Firma „Digedags Entertainement“ gegründet.
„So eine teure Produktion lässt sich nur international umsetzen. Daher sprechen wir neben deutschen Sendern natürlich ebenso mit vielen internationalen Anbietern und Partnern. Die Serie wird auf Englisch produziert und dann entsprechend synchronisiert.“
Damit erfahren die ostdeutschen Micky Maus-Konkurrenten also nach dem Tod von Hannes Hegen jetzt die internationale Beachtung, die in der DDR nicht gegeben war: „Dabei waren die Mosaik-Hefte mit den Abenteuern der Digedags in der DDR ein immenser Erfolg und hatten 2,5 Millionen regelmäßige Leser, obwohl das Land ja gerade mal 17 Millionen Einwohner hatte. Die Auflage war auf eine Million Exemplare begrenzt“, erklärt David Wachsmuth.

Studioluft in Hollywood
Der 41-Jährige ist in Werder aufgewachsen und hier zur Schule gegangen. Er war „schon immer“ begeisterter Digedags-Fan. „Ich habe an die hundert Hefte gehabt, die ich alle verschlungen habe. Die Abrafaxe von Lothar Dräger und Lona Rietschel dagegen haben mich nicht überzeugt. Die Digedags waren einfach besser. Ich habe über zehn Jahre gekämpft, um die Filmrechte zu erhalten.“
David Wachsmuth hat sich schon in jungen Jahren für Filme begeistert.
Sein Enthusiasmus brachte ihn schnell in die Studios von Babelsberg, wo er bei Hilfsarbeiten wie Kabelschleppen das Taschengeld aufbessern und Filmluft schnuppern konnte.
„Ich wollte unbedingt beruflich etwas in dieser Richtung machen, spielte mit dem Gedanken, Schauspieler zu werden“, blickt er zurück.

Umgängliche Weltstars
Er erinnert sich noch, wie er vor ein paar Jahren in Babelsberg auf Superstar Tom Hanks stieß: „Vor den Studios lauerte immer die Presse, weshalb er und seine Entourage das Gebäude durch den Hintereingang verließen und mit abgedunkelten Limousinen weg­fuhren. Als ihn seine Begleiter eines Tages aus dem Gebäude führen wollten, sah er unsere offene Bürotür und kam einfach rein. Er grüßte uns freundlich, schaute sich um, setzte sich kurz und hat einfach mal gefragt, was wir hier so machen. Wir unterhielten uns, dann verabschiedete er sich und ging wieder. Wir waren begeistert, weil er ein so herrlich normaler und sympathischer Mensch ist.“

Hollywood und Heimweh
Seine Leidenschaft fürs Kino hatte David Wachsmuth in jungen Jahren beflügelt, zusammen mit einem Schulfreund aus Werder einen Abstecher in die Filmmetropole Los Angeles zu wagen. „Wir wohnten im Stadtteil Mar Vista. Deshalb haben wir unsere Firma später so genannt.“
Er war bei namhaften Studios wie Sony Pictures, Beacon, Central Casting, Beverly Hills oder AIA tätig. „Wenn so ein großes Studio dahintersteht, bekommt man leichter eine Arbeitserlaubnis.“
Dort kam es dann durchaus vor, Super-Stars wie Tom Cruise zu begegnen.
„Die waren alle unkompliziert, haben jeden freundlich gegrüßt.“
Dennoch wurde die Sehnsucht nach der Baumblütenstadt immer stärker.
„Ein Jobangebot brachte mich schließlich wieder nach Werder zurück.“


Zähigkeit, die sich auszeichnet
Die neue Firma „Mar Vista Media“ wurde mit Werbefilmen für so bekannte Unternehmen wie „Peek & Cloppenburg“, die Weltraum­behörde „ESA“ oder „ViP Verkehrsbetriebe“ bekannt.
Doch die Digedags ließen David Wachsmuth nicht mehr los: „Wir wurden zehn Jahre lang, bei den Rechte­inhabern mit unserer Idee vorstellig. Offenbar war es diese Hartnäckigkeit, die schließlich dazu führte, dass wir den Zuschlag bekamen.“

Vielfache Auszeichnung
In der Branche schlug die Idee sofort ein: „Wir bekamen eine Förderung vom ‚Medienboard Berlin-Brandenburg’, obwohl die bisher kaum Animationsfilme unterstützt hatten. Das sorgte für viel Aufsehen und half uns enorm weiter. Auf dem ‚Animation Production Day‘ in Stuttgart wurde wir für das ‚Beste Serienkonzept mit dem größten internationalen Potential‘ ausgezeichnet. Der Höhepunkt war das „Cartoon­forum“ in Toulouse 2018. Es ist der größte Marktplatz für europäische Produktionen, wo die maßgeblichen Einkäufer der Fernsehanstalten und anderer Verwerter vertreten sind. Es gab 1 000 Teilnehmer, von denen 80 Projekte ausgewählt wurden. Wir waren als eines von insgesamt nur zwei deutschen Serienprojekten vertreten.“

Zeitreise für Kids
Um die Digedags den heutigen Kindern im Alter von fünf bis neun Jahren näher zu bringen, werden die Figuren leicht modifiziert. „Es handelt sich ja immer um eine Zeitreise. Damit bleiben die Stoffe aktuell. So geht es beim Ritter Runkel zurück ins Jahr 1284. Die Digedags werden also nicht mit dem iPhone auftauchen. Allerdings haben wir Dina als weitere Figur zugefügt. Das geschah aber nicht aus Geschlechtergerechtigkeit, sondern weil wir eine Figur brauchten, die den Erzähler aus den Heften ersetzt. Dina hat einen wahnsinnig spannenden Hintergrund, der erst nach und nach offenbart wird. Die Fans und Zuschauer werden sie lieben“, gibt David Wachsmuth Einblick.

Immer mutig!
Wo andere angesichts der Millioneninvestition und dem Aufwand, ein Heer von Spezialisten aus verschiedenen Ländern in einer so aufwändigen internationalen Produktion zusammenzuführen, der Mut verlassen würde, haben David Wachsmuth und sein Team schon die nächsten Pläne.
Als weitere Serie soll die „Amerika-Reihe“ ins Fernsehen kommen. Schließlich ist der Produzent aus Werder fest überzeugt, dass die Digedags eine Konkurrenz für Walt Disney und seine Kult-Figuren gewesen wären, wenn sie über die DDR hinaus verbreitet worden wären.
Mal sehen, ob sie im Nachhinein im Land der Micky Maus bestehen können!