Bericht über: Ehrenbürger der Stadt Werder und Ehrenvorsitzender vom „Werderaner FC Viktoria 1920“
| Ehrenbürger der Stadt Werder und Ehrenvorsitzender vom „Werderaner FC Viktoria 1920“ | |
| Klaus-Dieter Bartsch | |
| Telefon: | 01 72/3 49 42 17 |







Ein Leben für den Fußball

Stand: Juli 2026
Ein Ehrenbürger der Stadt Werder blickt auf ein sehr bewegtes Leben zurück.
Klaus-Dieter Bartsch hat sich als heutiger Ehrenvorsitzender vom „Werderaner Fußballclub Viktoria 1920 e.V.“ um Werder und den Fußball verdient gemacht und durfte sich 2023 ins Goldene Buch seiner Heimatstadt eintragen.
Fußball seit der Kindheit
Früh kam für ihn die Schiedsrichterlaufbahn in Frage. Mit 14 Jahren wurde er Sportwart, mit 18 Hauptsportwart. Später übernahm der gelernte Tiefbaufacharbeiter Schiedsrichter-Aufgaben beim „BSG Einheit Werder“. Dann folgte die Einberufung zur NVA, ansonsten stand er dem System der DDR jedoch nicht nah.
Erlebnisse im Fußball
Als 1989 bei der UEFA „SSC Neapel“ gegen „Lok Leipzig“ spielte, schmuggelte sich Klaus-Dieter Bartsch in die Pressekonferenz mit Diego Maradona ein und erlebte einen schönen Tag mit ihm und seinem Team. In seiner Jugend trank er gerne mal einen über den Durst. „Dabei verlegte ich zum Neapel-Spiel mal die Eintrittskarten für drei anreisende Mannschaftsbusse. Es ging zum Glück glimpflich aus: Die Tickets konnte ich mit etwas Geschick nachdrucken lassen, ohne, dass jemand im Stadion die Originalkarten nutzte“, erinnert sich der heute 67-Jährige zurück.
Erfolge für die Heimat
Eine große Rolle nahm Klaus-Dieter Bartsch ab 1990 beim Aufbau des „Werderaner FC Viktoria 1920“ ein. Vom Platzwart über seinen Aufstieg zum Vereinsmanager erreichte der Fußballclub unter seiner Führung zahlreiche sportliche Erfolge, etwa den viermaligen Aufstieg in die Brandenburgliga, in der die 1. Männermannschaft bis heute aktiv ist. Die Vereinsfarben grün und weiß sowie der Arno-Franz-Sportplatz auf der Insel stehen für den Verein ebenso wie das Engagement der Ehrenamtlichen.
Beruflicher Weg für Werder
Klaus-Dieter Bartsch betreute die Baumblütenkönigin 1992 und stieg im selben Jahr in das Sachgebiet Sport der Werderaner Stadtverwaltung ein. Er erreichte, dass Werder 2007 und 2018 „Sportlichste Stadt“ des Landes Brandenburg wurde, begründete die Partnerschaft mit „Hertha BSC“ und engagierte sich politisch auf Stadt- und Kreisebene für die CDU. Zahlreiche Prominente wie Toni Schumacher, Uwe Seeler, Franz Beckenbauer oder Dieter Hoeness lernte er in seinem „Fußball-Leben“ kennen.
„FC Viktoria“ im Stadtleben
Der „Werderaner FC Viktoria 1920“ hat heute rund 500 Mitglieder, darunter viele Kinder und Jugendliche. Klaus-Dieter Bartsch trug maßgeblich zum Aufbau der Nachwuchsarbeit bei und sorgte damit dafür, dass der Verein eine zentrale Rolle im Sport- und Freizeitleben der Blütenstadt Werder spielt.
Ganzes Leben für den Sport
Trotz aller Prominenz glaubt Klaus-Dieter Bartsch, der sich zudem als Stadtverordneter für seine Stadt engagiert, fest an die Bedeutung des Breitensports: „Die starke Kommerzialisierung des Fußballs stört mich enorm. Mein ganzes Leben war und ist der Sport.“