Willkommen in Werder
0 30/6 92 02 10 52 ← Zurückgehen

Fünf Drucke für ein einziges Bild

Künstlerin
Dr. Monika Arlt
Telefon:01 73/8 48 16 14
Website:www.dr-arlt.com

Schicksalhafte Augenblicke

Stand: Juni 2018

Spontane Liebe kann das Leben verändern. Diese Erfahrung macht die Kuratorin der Turmgalerie in der Bismarckhöhe sogar im beschaulichen Rentenalter.

Diesmal hat sie sich ausgerechnet in Christian Morgenstern verknallt. „Durch die Bismarckhöhe bin ich mit ihm erstmals intensiv in Berührung gekommen. Ich habe angefangen, seine Gedichte zu lesen. Die Bildhaftigkeit der Sprache hat mich total gefesselt“, zeigt sich Dr. Monika Arlt fasziniert.

Schelmische Unikate
Dies brachte die ambitionierte nebenberufliche Künstlerin schließlich dazu, den schelmischen Schöpfer der „Galgenlieder“ zum Inhalt einer Serie von ungewöhnlichen Bildern zu machen, die erstmals 2018 in der Turmgalerie zu sehen waren: „Ich arbeite sehr gern mit Siebdrucken. Dabei werden oft fünf oder mehr einzelne Ebenen aufeinander gedruckt. Es entstehen dadurch Unikate. Wie das Bild wirklich wird, ist immer eine Über­raschung, da niemals vorher absehbar ist, wie der entsprechende Farbauftrag wirkt“, beschreibt die Kemnitzerin ihre künstlerische Handschrift. Zuvor hatte sie jahrelang mit Tusche auf feines Japan-Papier gemalt: „Die Arbeiten kann man zusammenrollen und platzsparend unterbringen“, beschreibt sie den praktischen Aspekt.

Kindheitstraum
In der Rente kann die langjährige Architektin ihren Kindheitstraum verwirklichen. „Ich war schon in der Schule immer in Kunst gut. Allerdings hielten meine Eltern überhaupt nichts davon, dass ich diese Leidenschaft zum Beruf machen könnte. Mein Vater kam mal begeistert von einer Kur zurück und schwärmte von der sehr attraktiven Diätassistentin. Das könne er sich für mich als Beruf vorstellen. Meine Mutter hingegen wollte, dass ich Lehrerin werde“, blickt Dr. Monika Arlt zurück.

Schneekoppe und Uni
Monika Arlt wurde im Schatten der Schneekoppe im Riesengebirge geboren. Dann zog die Familie nach Aachen.
„Dort machte ich heimlich ein Praktikum in einem Architekturbüro und bewarb mich anschließend an der Hochschule für dieses Fach. Schließlich hatte das damals noch sehr viel mit Zeichnen zu tun. Ich wurde auf Anhieb genommen“, erinnert sie sich, wie sie ihre Eltern vor vollendete Tatsachen stellte.

Klasse in Berlin
Nach dem Vordiplom wollte sie unbedingt nach Berlin. „Ich kannte die Stadt von einem Klassenausflug“, verblüfft sie. Der erste Tag auf der TU brachte schon wieder eine Wende: „Ich traf einen attraktiven Mitstudenten auf dem Flur, es war Liebe auf den ersten Blick!“ Achim Arlt betrieb zuletzt in Hannover ein Institut für Bauforschung: „Dadurch wurden wir auf die schöne Region Werder aufmerksam. Als wir auf das Rittergut Kemnitz stießen, war es schon wieder Liebe auf den ersten Blick“, strahlt das Ehepaar.
Neben dem gemeinsamen Beruf und der Liebe zur neuen Heimat verbindet beide die Leidenschaft zur Kunst.
So ist Achim Arlt begeisterter Sammler des lange Zeit vergessenen Havelmalers Gerhard Graf.